Vom guten Umgang miteinander
|
|
|
| ... oder, weil der
erste Eindruck keine zweite Chance hat!!! |
| Jeder Mensch benimmt
sich mehr und weniger regelkonform und jeder Mensch passt sich meist ganz
automatisch an geltende Sitten und Normen an. Das ist gut so, denn es gibt
Milliarden unterschiedlicher Persönlichkeiten und irgendwie muss das
Miteinander ja geordnet sein. Es wäre viel zu aufwändig, wenn
sich jeder ständig den Kopf über alle Verhaltensweisen von sich
und anderen Personen zerbrechen wollte. |
| Und doch besteht
am Anfang oft Skepsis gegenüber der Bedeutung von sichtbarem Verhalten
und äußerem Auftreten: Wieso soll die Passform meiner Kleidung
über meine persönlichen und geschäftlichen Erfolge entscheiden?
Was macht es schon aus, wem ich beim Begrüßen zuerst die Hand
reiche? |
| Wir alle denken gerne,
dass das Aussehen und das Auftreten der Anderen unser Urteil über sie
nicht beherrschen. Oder wir erwarten umgekehrt, dass deren Urteil über
uns durch "Nebensächlichkeiten" wie Kleidung oder Benehmen
nicht beeinflusst wird. |
| Neueste Studien aus
Wissenschaft und Forschung belegen aber, dass wir nur wenige Sekunden Zeit
haben, um einen guten ersten und doch bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Dieser Zeitraum ist viel zu kurz, um durch Fachwissen zu überzeugen,
es ist allein durch äußere Merkmale möglich. |
| Jeder kann das im
Selbsttest nachvollziehen: Nur wenn ich meinem Gegenüber bereits in
den ersten Sekunden vertraue, ihn sympathisch finde und als professionell
einschätze, bin ich bereit, mit ihm in eine geschäftliche oder
private Beziehung zu treten. |
| Wer seinen eigenen
"Auftritt" ernst nimmt, signallisiert, dass er seinen Gegenüber
ernst nimmt. Diese Art der Wertschätzung ist der Schlüssel der
gesamten Dienstleistungsbranche, sie ist der erfolgreiche Einstieg in das
Beziehungsmanagement. |
| Stil und gutes Benehmen
sind deutliche Zeichen der persönlichen Kultiviertheit und der geschäftlichen
und gesellschaftlichen Position. Ergreifen Sie Ihre Chance, die im guten
ersten Eindruck steckt und machen Sie Ihre Kompetenz sichtbar! |
Um Ihnen zu vermitteln,
wie das in der täglichen Umsetzung aussehen kann, haben wir gemeinsam
mit Eva Ruppert für Sie einige der "Basics" aus den Seminaren
der renommierten Imagetrainerin zusammengestellt. Herausgekommen ist eine
kurze und kompakte Einführung in den professionellen Umgang mit Stil
und Etikette, die Ihnen wertvolle Tipps für Ihr persönliches Auftreten
liefert. |
| Begrüßung |
Hier hat sich seit
Knigges Zeiten nicht viel geändert, so grüßt der Herr immer
die Dame zuerst, es sei denn, sie ist wesentlich jünger, der Jüngere
grüßt den Älteren zuerst, diejüngere die Ältere
oder den wesentlich Älteren und der Rangniedrigere den Höherstehenden.
Wer einen Raum (auch den Fahrstuhl) betritt, grüßt ebenfalls
als erster. Dabei halten Sie bitte immer Blickkontakt und wenn Sie Ihren
Gegenüber kennen, so grüßen Sie ihn mit Namen und evtl.
mit Titel. |
| Im Büro |
Höflichkeit
als Zeichen des gegenseitigen Respekts, fördert nicht nur die Beziehung
mit Geschäftspartnern, sondern auch mit den Kollegen im Team aber bitte
nicht übertreiben, sonst könnte es leicht als "anbiedern"
falsch verstanden werden. |
| Beim Geschäftsessen |
| Essen und Trinken
ist heute mehr als nur Nahrungsaufnahme, es kann eine Möglichkeit sein,
in gemütlicher und entspannter Atmosphäre zu kommunizieren. Handys
und Zigaretten haben dabei am Tisch nichts verloren. |
| Setzen Sie sich
bequem, in einem Abstand von ca. einer Handbreite zwischen der Tischkante
und Oberkörper, die Hände liegen dabei bis zum Handgelenk auf
dem Tisch. Vermeiden Sie unnötige Geräusche wie zu starkes Klappern
des Bestecks auf dem Geschirr. |
Prosten Sie einander
zu, stoßen Sie aber nicht mit den Gläsern an und vor allem: Kritisieren
Sie nicht das Essen! Schmieren Sie sich mit dem Brotmesser auf keinen Fall
eine "Stulle", sondern zupfen Sie mundgerechte Stücke vom
Brot, streichen die Butter oder das Schmalz darauf und führen es dann
mit der Hand zum Mund. |
Geschäftsgarderobe
|
| Falls Sie im Geschäftalltag
ein Jackett tragen, dann legen Sie dieses auch bei 30 °C im Schatten
erst ab, wenn es Ihr höhergestellter Geschäftspartner Ihnen vorgibt.
Tut er dies nicht, dann sollten auch Sie in den sauren Apfel beißen
und dasjackett anbehalten. |
| Das Jackett bleibt
während des gesamten Begrüßungsrituals geschlossen, erst
im Anschluss daran können Sie den Einreiher auch im Stehen offen tragen. |
| Für Frauen
gilt: Untergraben Sie nicht selbst Ihre Kompetenz, indem der Rock kürzer
ist als eine handbreit über dem Knie oder indem das Oberteil Ihre Achselhöhle
sehen lässt. |
| Ganz im Sinne des
Freiherrn von Knigge, dem es weniger um gesellschaftliche Normen als Selbstzweck
ging, sondern vielmehr um gegenseitige Wertschätzung und persönliche
Kultiviertheit empfiehlt Eva Ruppert in ihren Seminaren und Vorträgen: |
| Um souverän
und professionell auftreten zu können brauchen wir das Know-how zu
Stil und Umgangsformen. Nur wer die eingespielten Regeln des guten Benehmens
sicher beherrscht, weiß sich ihrer im richtigen Moment zu bedienen. |
| (Unsere Wirtschaft
1/2003, S. 19) |
| |
Copyright © 2002-2004 Eva Ruppert. Training & Coaching – 08.04.2003
http://www.eva-ruppert.de |