Eva Ruppert: Etikette – Duzen und Siezen

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Das DU im Privatleben

Kinder und Jugendliche sind untereinander per DU und werden von Erwachsenen geduzt. Doch mit dem Erwachsenwerden wächst auch das Recht auf das SIE. Kommunikationstrainerin Eva Ruppert klärt über das Siezen und Duzen auf: Vierter und letzter Teil.

Sollten Bekannte der Eltern oder Nachbarn erwachsen werdende Kinder weiter duzen? Viele junge Leute scheuen sich, das SIE von Erwachsenen einzufordern. Deshalb liegt es in der Verantwortung älterer Menschen, die Initiative zu ergreifen. Vom Allerwelts-DU zum ausgewählten SIE.

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Fallbeispiel 1:
Einen genau festgelegten Zeitpunkt gibt es dafür nicht, aber der 18. Geburtstag empfiehlt sich, um das Thema anzusprechen: "Du bist nun erwachsen, es erscheint mir passend, Dich zu siezen."

Fallbeispiel 2:
Sie bieten dem jungen Menschen das DU an. Widerspricht er dem Vorschlag nicht, ist die Situation geklärt. Wichtig ist, dass Sie sich, in der Vorbildfunktion daran halten.

Fallbeispiel 3:
Eine Familie zog vor 10 Jahren mit ihrem damals 11 Jahre alten Sohn um. Nun treffen Sie die Familie wieder, das Kind ist nun 21 Jahre alt. Dies wäre der geeignete Zeitpunkt, zum SIE zu wechseln.

Der Wechsel in die Welt der Erwachsenen ist ein entscheidender Moment im Leben von jugendlichen Menschen und sollte entsprechend gewürdigt werden. Bleibt dies unausgesprochen, besteht die Gefahr, dass das einseitige Duzen auf Dauer herablassend empfunden wird.

Beitrag zur Benimm-Reihe Duzen/Siezen bei working@office. Mehr zum Thema Umgangsformen und Selbstpräsentation finden Sie in "Presenting Yourself – Der souveräne Auftritt.
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