Verkäufer-Knigge – Am Fettnäpfchen vorbei

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Wer der Business-Etikette nicht mächtig ist, provoziert peinliche Situationen, gibt sein Unternehmen der Lächerlichkeit preis und beschädigt schlimmstenfalls die eigene Karriere. Besonders im geschäftlichen Umfeld sind Etikette deshalb gefragter denn je.

Gutes Benehmen ist vor allem im Berufsleben ein absolutes Muss, denn Manieren sind ein Zeichen für Bildung und soziale Stellung. Wer sich falsch verhält, stößt beim Gegenüber schnell auf Ablehnung und Unverständnis. Um sich gekonnt auf dem Business-Parkett bewegen zu können, sollte man sowohl die Feinheiten der Umgangsformen kennen, als auch stets auf ein gepflegtes Äußeres achten. Für Susanne Kind-Friz, Trainerin für Stil und Umgangsformen aus Göppingen ist das heute eine Selbstverständlichkeit: „Das heißt nicht unbedingt, dass ich mich nach der neuesten Mode kleinen muss. Es soll dem Kunden gegenüber lediglich signalisieren: Du bist es mir wert. Für Dich mache ich mich zurecht.“

Position, Branche und Zielgruppe spielen beim Auftreten laut Kommunikations-Trainerin Eva Ruppert aus Coburg eine große Rolle. Kreativköpfen einer Marketing-Agentur erlaubt man eher legere Kleidung als einem Top-Berater beim Kundentermin. Dass eine Krawatte heute noch zum Garderobenstandard gehört, will Ruppert aber nicht pauschal unterschreiben: „Kunden haben in der Regel eine konkrete Erwartung von einer Branche. Wenn in diesem Bild traditionelle Werte wie Seriosität, Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz vorherrschen, sollte sich das in der Kleidung widerspiegeln.“

Dass Frau im Geschäftsalltag immer Nylons tragen muss, ist nicht immer Gesetz. Auch das hängt von verschiedenen Faktoren ab, so Ruppert: „Branche, Funktion der Trägerin, Jahreszeit, Außentemperatur und Ästhetik sind hier ausschlaggebend. Generell sollten Frauen in traditionellen Branchen wie Banken oder Versicherungen und in repräsentativer Funktion wie Außendienstmitarbeiterinnen oder Führungskräfte immer Strumpfhosen tragen.“

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Wer sich unsicher ist, was erlaubt und was unerlaubt ist, kann sich bei Etikette-Trainern und in Knigge-Ratgebern nützliche Tipps für den Business-Alltag holen. Allerdings sieht man es heute laut Expertin Schwarz meist nicht mehr so eng: „Die Regeln sind heute nicht mehr so festgefahren und eindeutig. Es gilt einfach, sich auf die jeweilige Situation einstellen zu können und sich entsprechend angemessen zu verhalten.“ Für Kommunikationstrainerin Ruppert sollten Aussehen, Auftreten und Verhalten jedenfalls Hand in Hand gehen: „Die prächtigste Fassade bricht früher oder später zusammen, wenn ihr der Mensch dahinter nicht gerecht wird.“
(Interview für die Broschüre der Deutschen Post I/2007, Autorin: Sabine Roth)
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