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Ihr äußeres Erscheinungsbild sollten Arbeitnehmer im Berufs- und Geschäftsleben nicht unterschätzen. In den meisten Unternehmen gibt es ungeschriebene Kleiderordnungen. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance, ... Gedeckte Farben wirken seriösDie Schwierigkeit bei der Suche nach dem richtigen Outfit umschreibt die Buchautorin und Trainerin für souveränes Auftreten im Beruf, Eva Ruppert, so: "In den meisten Unternehmen und Branchen gibt es keine festen Vorgaben." In den Branchen, für die sie tätig ist - Auto, Pharma, Bankgeschäft - schätzt sie den Anteil der Unternehmen mit klar formulierter Kleiderordnung auf die Hälfte. In Unternehmen, in denen das nicht der Fall ist, werden die Kleindungsstandards dagegen mündlich weitergegeben und erreichen so oft nicht alle Mitarbeiter. "Ein Teil der Angestellten ist also aufs Raten angewiesen", weiß Ruppert. Dabei helfen dem Mitarbeiter oder Bewerber aber zahlreiche Anhaltspunkte. Die Branchenzugehörigkeit seiner Firma zum Beispiel. Banken und Versicherungen etwa sind bei der Kleidung eher konservativ. "Seriosität ist hier das wichtigste", erklärt Ruppert. An Anzug oder Kombination mit Hemd und Krawatte sowie Kostüm oder Hosenanzug führt kein Weg vorbei. Dabei empfiehlt Ruppert gedeckte Farben: Im Geldgeschäft am besten grau, marineblau oder dunkelbraun. "Schwarz empfehle ich für den Abend", sagt Ruppert. Lässigkeitsbonus für Kreative... Kaum zu finden seien Dresscodes bisher im IT-Bereich oder dem Maschinenbau, sagt Ruppert. Einen Lässigkeitsbonus genieße auch die Kreativbranche – Medien, Werbeagenturen, Künstler oder Designer. "Die Krawatte ist hier entbehrlich, Schnitte und Farben dürfen modischer sein, Kombinationen sind erlaubt", konkretisiert Ruppert. Auch gepflegte Alltagskleidung sei üblich. Bei Architekten habe sich dagegen die Edeljeans und der Rollkragenpullover unter dem Jackett eingebürgert. Das sei praktisch für alle Eventualitäten. "Schließlich müssen sie vom Kundengespräch immer wieder kurzfristig auf die Baustelle", begründet Ruppert. Keine Klimaanlage plus ländliche Gegend heißt Sakko weg ...Ein Stadt-Land-Gefälle gibt es im Extremfall sogar innerhalb eines Unternehmens – selbst im traditionellen Geldgeschäft. "Es ist ein Unterschied, ob eine Bankfiliale im städtischen Ballungsraum oder eher auf dem Land liegt", erläutert Ruppert. Auf dem Land seien in einer Ein-Mann-Filiale ohne Klimaanlage bei hochsommerlichen Temperaturen die Stoffhose und das langärmlige Hemd mit Krawatte auch mal ohne Sakko erlaubt. Aus Unsicherheit auf Nummer SicherSo strikt die gängigen Kleiderregeln wirken – auf Individualität müssen Mitarbeiter nicht verzichten, ist Ruppert überzeugt. Spielräume gibt es neben der Farbe und dem Schnitt bei Accessoires wie Uhren, Schuhen, Schmuck oder bei der Frisur. "Wichtig ist nur: Es muss gepflegt aussehen", sagt Ruppert. "Um seine Individualität auszudrücken, muss man sich schon ein wenig mit dem Thema Kleidung und Stil befassen." ... Manch ein Fauxpas wird verziehenWer bei einem Vorstellungsgespräch mit seinem Klamottengeschmack richtig liegen will, sollte einen Mitarbeiter des Unternehmens fragen, was in der Firma üblich sei, rät Ruppert. "Wer keinen kennt, fragt notfalls die Empfangsdame." Wenn jemand die Kleiderordnung kenne, dann sie. "Die haben den besten Überblick und sind in der Regel sehr hilfsbereit." Einmal angestellt, rät Ruppert, sich im Zweifelsfall an den ranghöheren Mitarbeitern zu orientieren. |
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Ratgeber Job 14.11.2005, Originaltext: jobpilot.de (Midia Nuri/Bild: Photo Alto) |
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© 2005 SolVentureCom – Training & Coaching by Eva Ruppert. |
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