Haariger Dresscode

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Gepflegt, akkurat und trendy – Promis wie Kevin Kuranyi, Ralf Zacherl und Stefan Raab haben den Bart zum modischen Accessoire gemacht. Karriere sagt, wie viel Bart im Joballtag okay ist und mit welchen Tricks Männer den haarigen Gesichtsschmuck am besten hinbekommen und pflegen.
Vollbart und Schnäuzer waren gestern. Heute sind schmale Kinn- und Ziegenbärtchen sowie exakt rasierte Koteletten angesagt. Trendsetter sind Promis wie Nationalspieler Kevin Kuranyi, der TV-Koch Ralf Zacherl und der Moderator Stefan Raab. Sie haben extravagante Gesichtssbehaarung salonfähig gemacht – auch im Berufsalltag.
Laut einer aktuellen Studie sehen rund 28 Prozent der Personalentscheider einen Bart als modisches Accessoire, das auch im Job ganz natürlich dazugehört. Rund 23 Prozent glauben sogar, dass Männer mit gepflegten Bärten im Job mehr Erfolg haben.
Ralf Zacherl

Gesichtszüge nicht verdecken
Ob Kinnbärtchen oder Koteletten – gepflegt muss die Haartracht im Gesicht sein und auf keinen Fall zu üppig. „Lippen und Mund dürfen nicht verdeckt werden, sonst kann das Gegenüber die Mimik, etwa ein Lächeln, Schmunzeln oder auch heruntergezogene Mundwinkel, nicht mehr richtig erkennen.”, sagt Beraterin Eva Ruppert. Und das kommt besonders im Berufsalltag nicht gut an.
Wie ausgefallen der Gesichtsschmuck im Job sein darf, hängt stark von der Branche ab. „Wer als Kreativer arbeitet, etwa in Medien, Marketing oder Werbung, darf und muss sich modisch mehr herausnehmen, um seine Individualität zu unterstreichen”, rät Dresscode-Berater Dirk Pfister. In Banken und Versicherungen werde dagegen in der Regel ein glatt rasierter Bewerber oder Mitarbeiter geschätzt.

Seriöser wirken
Bärte sind nicht nur Modegag für Individualisten, sie können häufig auch helfen, kleine Schönheitsfehler wie ein fliehendes Kinn, sehr weiche Gesichtszüge oder ein extrem jugendliches Aussehen zu kaschieren. „Ein Bart kann die Gesichtszüge prägnanter machen und etwa das Babyface eines Berufseinsteigers seriöser und älter wirken lassen”, sagt Trainerin Ruppert. Vom Drei-Tage-Bart im Job rät sie aber auf jeden Fall ab, weil er sehr schnell ungepflegt wirkt.

(karriere 06|2005, Katja Stricker)
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