Weil der erste Eindruck keine zweite
Chance hat –
Treffen der Wirtschaftsjunioren
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| „Moderne Umgangsformen
– stilvoll und souverän auftreten im modernen Geschäftsleben“ oder
„Weil der erste Eindruck keine zweite Chance hat“.
Unter diesem Motto stand das erste Treffen der Wirtschaftsjunioren Lichtenfels
im Jahr 2005 in der vergangenen Woche. |
LICHTENFELS - Rund 30 Unternehmerinnen
und Unternehmer ließen sich die Chance
nicht entgehen, sich über dieses immer aktuelle Thema zu informieren.
Für den Vortrag konnte die Personal-Trainerin Eva Ruppert aus Coburg
gewonnen werden. Sie ist europaweit tätig und konnte daher auch
die regionalen Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland verdeutlichen. |
| In ihrem Vortrag stellte Frau
Ruppert heraus, dass etwa neueste Studien aus Wissenschaft und Forschung
belegen, dass wir nur wenige Sekunden Zeit haben, um einen guten ersten
und doch bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dieser Zeitraum sei viel
zu kurz, um durch Fachwissen zu überzeugen, es sei allein durch äußere
Merkmale möglich. Wer seinen eigenen „Auftritt“ ernst
nimmt, signalisiert, dass er seinen Gegenüber ernst nimmt, so
die Aussage der Imagetrainerin. „Diese Art der Wertschätzung
ist der Schlüssel der gesamten Dienstleistungsbranche, sie ist der
erfolgreiche Einstieg in das Beziehungsmanagement“. |
| In ihrem ersten von drei Bausteinen
vermittelte Eva Ruppert bei den „modernen
Umgangsformen“ folgende „Basics“: |
| Begrüßung
– Hier hat sich seit Knigges Zeiten nicht viel geändert, so
grüßt
der Herr immer die Dame zuerst, es sei denn, sie ist wesentlich jünger,
der Jüngere grüßt den Älteren zuerst, die Jüngere
die Ältere
oder den wesentlich Älteren und der Rangniedrigere den Höhergestehenden.
Wer einen Raum (auch den Fahrstuhl) betritt, grüßt ebenfalls
als erster. Dabei halten Sie immer Blickkontakt und wenn Sie Ihren
Gegenüber kennen, so grüßen Sie ihn mit Namen und eventuelle
mit Titel. |
| Im Büro – Höflichkeit
als Zeichen des gegenseitigen Respekts fördert nicht nur die Beziehung
mit Geschäftspartnern, sondern auch mit den Kollegen im Team, aber
bitte nicht übertreiben, sonst könnte es leicht
als „anbiedern“ falsch
verstanden werden. |
| Beim Geschäftsessen – Essen
und Trinken sei heute mehr als nur Nahrungsaufnahme, es kann eine
Möglichkeit
sein, in gemütlicher und entspannter Atmosphäre
zu kommunizieren. Handys und Zigaretten haben dabei am Tisch nichts
verloren. Setzen sie sich
bequem, in einem Abstand von etwa einer Handbreite zwischen
der Tischkante und Oberkörper,
die Hände liegen dabei bis zum Handgelenk auf dem Tisch. Vermeiden
Sie unnötige Geräusche, wie zu starkes Klappern des
Bestecks auf dem Geschirr. Prosten Sie einander zu, stoßen Sie aber
nicht mit den Gläsern an und vor allem: Kritisieren Sie nicht das
Essen! Schmieren Sie sich mit dem Brotmesser auf keinen Fall eine „Stulle“,
sondern zupfen Sie mundgerechte Stücke vom Brot, streichen die Butter
oder das Schmalz darauf und führen es dann mit der Hand zum Mund. |
Geschäftsgaderobe
– Falls Sie im Geschäfstalltag ein
Jackett tragen, legen Sie dieses – auch bei
30 °C
im Schatten – erst
ab, wenn es der höher gestellte Geschäftspartner Ihnen vorgibt.
Tut er dies nicht, dann sollten auch Sie in den sauren
Apfel beißen
und das Jackett anbehalten. Das Jackett bleibt während des
gesamten Begrüßungsrituals geschlossen, erst im Anschluss
daran könne man
den Einreiher auch im Stehen offen tragen. Für Frauen gilt: Untergraben
Sie nicht selbst Ihre Kompetenz, indem der Rock kürzer ist als eine
handbreit
über dem Knie oder indem das Oberteil Ihre Achselhöhle sehen
lässt.
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| Ganz im Sinne des Freiherrn
von Knigge, dem es weniger um gesellschaftliche Normen als Selbstzweck
ging, sondern vielmehr um gegenseitige Wertschätzung und persönliche Kultiviertheit,
empfiehlt Eva Ruppert in ihren Seminaren und Vorträgen: um souverän
und professionell auftreten zu können, brauchen wir das Know-how
zu Stil und Umgangsformen. Nur wer die eingespielten Regeln des guten Benehmens
sicher beherrscht, weiß sich ihrer im richtigen Moment zu bedienen. |
| Zum Abschluss des Abends dankte
der Vorsitzende Markus Lanz Eva Ruppert für den anregenden Vortrag und
wies auf die nächste Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Lichtenfels
im Februar hin. |
Dann informierte der neue Regionalsprecher
Oberfrankens über die Ziele und Aufgaben der Wirtschaftsjunioren.
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| (Neue Presse, 28.01.2005) |
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Eva Ruppert. Training & Coaching – 07.02.2005
http://www.eva-ruppert.de |