Gleich voll überzeugen – Vortrag über
moderne Umgangsformen bei den Wirtschaftsjunioren
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| LICHTENFELS „Moderne Umgangsformen
– stilvoll und souverän auftreten im modernen Geschäftsleben
– oder: Weil der erste Eindruck keine zweite Chance hat“.
Unter diesem Motto stand das erste Treffen der Wirtschaftsjunioren Lichtenfels
in diesem Jahr. |
Rund 30 Unternehmerinnen
und Unternehmer ließen sich die Chance
nicht entgehen, sich über dieses Thema zu informieren. Den Vortrag
hielt die Personal-Trainerin Eva Ruppert aus Coburg.
Sie ist europaweit tätig. |
| Neueste Studien aus Wissenschaft
und Forschung belegten, dass man nur wenige Sekunden Zeit habe, um
einen guten ersten und doch bleibenden Eindruck zu hinterlassen, betonte
Eva Ruppert. Dieser Zeitraum sei viel zu kurz, um durch Fachwissen zu überzeugen,
dies sei allein durch äußere
Merkmale möglich. |
| Wer seinen eigenen „Auftritt“ ernst
nehme, signalisiert, dass er seinen Gegenüber ernst nimmt, so die
Aussage der Imagetrainerin. „Diese Art der Wertschätzung ist
der Schlüssel der gesamten Dienstleistungsbranche, sie ist der erfolgreiche
Einstieg in das Beziehungsmanagement“. |
| Eva Ruppert vermittelte bei
den „modernen
Umgangsformen“ folgende Grundlagen: Bei der
Begrüßung habe sich seit Knigges Zeiten
nicht viel geändert. So grüße der Herr immer die Dame
zuerst, es sei denn, sie ist wesentlich jünger, der Jüngere den Älteren
zuerst, die Jüngere die Ältere oder den wesentlich Älteren
und der Rangniedrigere den Höhergestehenden. Wer einen Raum (auch den
Fahrstuhl) betrete, grüße ebenfalls als erster. Dabei sollte man
immer Blickkontakt halten und wenn man sein Gegenüber kenne,
grüße man mit Namen. |
| Zeichen des Respekts |
| Höflichkeit im Büro
als Zeichen des gegenseitigen Respekts fördere nicht nur die Beziehung
mit Geschäftspartnern, sondern auch mit den Kollegen im Team. Dabei
solle man nicht übertreiben, sonst könnte es leicht
als „anbiedern“ falsch
verstanden werden. |
| Essen
und Trinken sei heute mehr als nur Nahrungsaufnahme, es könne eine Möglichkeit
sein, in gemütlicher und entspannter Atmosphäre bei einem Geschäftsessen
zu kommunizieren. Handys und Zigaretten hätten dabei am Tisch nichts
verloren, betonte die Referentin. |
| Man sollte sich sich
bequem setzen, in einem Abstand von rund einer Handbreite zwischen
der Tischkante und Oberkörper,
die Hände lägen dabei bis zum Handgelenk auf dem Tisch. Zu vermeiden
seien unnötige Geräusche wie zu starkes Klappern des Bestecks
auf dem Geschirr. |
| Man proste einander zu,
stoße aber nicht mit den Gläsern an. Ganz wichtig: keine Kritik
am Essen. Ebenfalls verpönt: Man solle sich mit dem Brotmesser auf keinen
Fall eine „Stulle“ schmieren,
sondern mundgerechte Stücke vom Brot zupfen, die Butter oder
das Schmalz daraufstreichen und es dann mit der Hand
zum Mund führen. |
| Zum Thema Geschäftsgaderobe
meine Eva Ruppert: Falls man im Geschäfstalltag ein Jackett trage, dann
solltem man dieses – auch bei 30 °C im Schatten – erst
ablegen, wenn es der höhergestellte Geschäftspartner vorgebe. Tue er dies
nicht, dann müsse man in den sauren Apfel beißen und das Jackett anbehalten. |
Das Jackett bleibe während des
gesamten Begrüßungsrituals geschlossen, erst im Anschluss daran könne man
den Einreiher auch im Stehen offen tragen. Frauen warnte sie: „Untergraben
Sie nicht selbst Ihre Kompetenz, indem der Rock kürzer ist als eine handbreit
über dem Knie oder indem das Oberteil Ihre Achselhöhle sehen lässt.“ Um
souverän und professionell auftreten zu können brauche man das Know-how
zu Stil und Umgangsformen. Nur wer die eingespielten Regeln des guten Benehmens
sicher beherrsche, wisse sich ihrer im richtigen Moment zu bedienen.
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| (Fränkischer Tag, 28.01.2005) |
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Eva Ruppert. Training & Coaching – 07.02.2005
http://www.eva-ruppert.de |