Wege zur professionellen Geschäftsgarderobe
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| "Das perfekte
Business-Outfitt": Autorin Eva Ruppert sprach mit dem "Tageblatt" |
| Interview von Isabel
Arsoy |
| "Die optimale
Krawatte darf weder einem Latz noch einem Strick ähneln, sondern sollte
so breit sein, wie die Hand des Trägers." Eva Ruppert weiß,
wovon sie spricht. Sie ist Beraterin für alle Fragen rund um Outfit,
Image und Etikette und außerdem die Autorin des Buches "Das perfekte
Business Outfit". Kürzlich präsentierte die Coburgerin das
Nachschlagewerk in der Buchhandlung Riemann und machte deutlich, was für
die professionelle Geschäftsgarderobe taugt und welcher modische Fauxpas
lieber für immer aus dem Kleiderschrank verbannt werden sollte. Mit
dem Tageblatt sprach sie über die Wichtigkeit, eine organisierte Garderobe
zu besitzen. |
| Tageblatt:
Haben Sie das Gefühl, perfekt mit Kleidung, Schuhen und Accessoires
ausgestattet zu sein? |
| Eva Ruppert:
Natürlich bin ich das, schließlich ist das Buch aus eigenen Erfahrungen
entstanden. Ich bin sehr viel unterwegs, mein Schrank muss schon deswegen
optimiert sein. Wenn einmal die Garderobe durchdacht ist, steht das System.
Der gezielte Umgang mit Kleidung ist ein erlerntes Wissen, auch wenn es
anfangs viel Arbeit macht. Ein Farbkonzept hilft, in einem Mischungsverhältnis
zu bleiben, denn dann benötige ich von allem weniger. Beispielsweise
kaufe ich so, dass ein Paar Schuhe zu drei Kombinationen passt. |
| Tageblatt:
Viele Frauen haben einen regelrechten "Schuhtick'. Aus wie viel Paar
Schuhen besteht denn Ihre persönliche Business Ausstattung? |
| Eva Ruppert:
Ich besitze drei Paar Pumps in schwarz, dunkelgrau und dunkelblau, zwei
Paar flache Slipper und zwei Paar Stiefeletten. Dazu kommen noch die Schuhe,
die ich beim Sport oder in meiner Freizeit trage. |
| Tageblatt:
Passieren Ihnen hin und wieder noch Fehlkäufe, die zu den berühmten
"Schrankleichen" werden? |
| Eva Ruppert:
Wer seine Kauflaune im Griff hat, macht keine Fehlkäufe. Wichtig ist,
nicht mehr spontan oder aus Frust, sondern mit Bedacht einzukaufen. Diese
Umstellung bringt viele Vorteile und der Schrankinhalt optimiert sich im
Laufe der Jahre. Das Prinzip sollte sein, sich von einer Schrankleiche zu
trennen und dafür ein gut durchdachtes Stück zu kaufen. |
| Tageblatt:
Viele Ihrer Gäste fühlten sich nach der Präsentation Ihres
Buches am Dienstag schlecht gekleidet. Ist das Ihre Absicht? |
| Eva Ruppert:
Menschen kommen zu mir, weil sie Veränderung wünschen. Ich vermittle
lediglich das Know-how. |
| Tageblatt:
Geht nicht durch eine gewisse Uniformierung bei der Geschäftskleidung
die Individualität des Trägers verloren? |
| Eva Ruppert:
Es ensteht keine Uniform, denn wer einen Anzug kaufen will, kann zwischen
tausenden von verschiedenen Modellen und deren Kombinationen mit Hemd und
Krawatte wählen. Ich kann nicht verstehen, dass Menschen denken, ihre
Individualität mit einer Jeans hervorheben zu wollen. Das trägt
schließlich jeder. |
| Tageblatt:
Wie haben Sie sich das Wissen angeeignet, um im Buch "Das perfekte
Business Outfit" kompetent Rat zu geben? |
| Eva Ruppert:
Ich habe Ausbildungen zur Farb und Stilberaterin, Visagistin und Beauty
Stylistin gemacht. Außerdem besuche ich regelmäßig Seminare,
um mich weiterzubilden. Bei den Recherchen für das Buch hat mich mein
Bruder unterstützt. Als Diplom Psychologe konnte er mir viel Wissen
aus den Bereichen Kommunikations und Attraktivitätsforschung, Gedächtnispsychologie
und Soziologie vermitteln. |
| Tageblatt:
Sie bieten neben Einzelberatungen in ihrem Studio und Seminaren auch einen
"Clothing Service". Wie läuft so etwas ab und wer nutzt dieses
Angebot? |
| Eva Ruppert:
Unter meinen Kunden sind drei Geschäftsmänner, die mich regelmäßig
für den "Clothing Service" buchen. Weil sie Stammkunden bei
mir sind, kenne ich Geschmack, Stil und Maße. Wenn ein besonderer
Anlass ansteht und sowohl das passende Outfit als auch die Zeit zum Einkaufen
fehlt, werde ich angerufen. Dann stelle ich drei bis vier Kombinationen
zusammen, zwischen denen die Kunden dann auswählen können. Ich
besuche die Kunden aber auch zuhause und gehe mit ihnen gemeinsam den Inhalt
ihres Kleiderschranks durch, um auszuwählen, was tragbar ist und mit
welchen Basics es kombinierbar wäre. |
| (Coburger Tageblatt) |
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Eva Ruppert. Training & Coaching – 08.04.2003
http://www.eva-ruppert.de |