Seinen Typ verkörpern ...

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..., heißt, sich in seiner Haut wohl fühlen. Mit dem Zusammenspiel von Ausstrahlung und innerer Balance kommt man dem Ideal deutlich näher, ausgeglichener und entspannter zu leben. Dieser Teil der Harmonie - bei jedem Einzelnen unterschiedlich ausgeprägt - trägt indirekt auch dazu bei, beruflich leichter voranzukommen ohne das aber bewusst wahrzunehmen. Ganz einfach deswegen, weil man damit als Mensch positive und zueinander passende Signale aussendet. Teils recht subtil und in ganz kurzer Zeit, geht der "Rasterungsprozess" des Gegenübers von statten. Die daraus resultierende erste Beurteilung bleibt jedoch langfristig prägend. Mimik, Haltung, Ausdruck, Kultiviertheit, aber auch die farblich auf die Person abgestimmte Kleidung, ebenso wie angemessene Accesoires, die optisch "aufpeppen", bewirken eine sehr individuelle Wahrnehmung.
Sie folgt bestimmten Regeln. Diese sind physiologisch psychologischer Natur, wie beispielsweise die Wirkung der Kombination verschiedener Farben und Muster auf das Auge, respektive das Gehirn, was zu unmittelbaren und nur sehr eingeschränkt steuerbaren Reaktionen führt. Wer kennt nicht die aufmunternden, teils despektierlichen Sprüche der Schneider: "Querstreifen machen dick" oder "Grün und Blau schmückt die Sau", die das andeuten? Sie spiegeln unterbewusste Reaktionen, also Empfindungen auf optische Signale wider, die auch kulturell beeinflusst werden. Tendiert man in Nordeuropa eher zu "sachlicher Farbaussage", die beim Herren im Wesentlichen Grau oder Blau bei weißem Hemd und individueller Krawatte bedeutet, so bietet die südeuropäische Kultur andere farbliche Aspekte, die vom Richtigen getragen, äußerst ästhetisch und glaubwürdig wirken. So kann ein ansprechender Geschäftsanzug aus gedecktem olivgrünem Tuch, mit nussbraunen Schuhen kombiniert in Italien eine 'bella figura' machen, während er nördlich der Alpen getragen,zu manchem Anlass vielleicht "als doch etwas unpassend, gar 'laut' umschrieben werden würde", erklärt die Coburgerin Eva Ruppert. Ihre Spezialität ist es, den individuellen Typus, abgestimmt auf das jeweilige geschäftliche Umfeld, klar herauszuarbeiten. Nach dem Grund für die unterschiedliche Wirkung von Textilien befragt, gibt sie eine klare und präzise Antwort: "Das farbliche Umfeld". ln sonnigem Klima werden dem menschlichen Auge intensivere natürliche Farbreize geboten, so dass ein farbiger Anzug nicht unseriös oder verspielt wirkt.

Darüber hinaus spielt auch "Die Persönlichkeit" bei der Garderobenwahl eine große Rolle. Sie prägt neben der gesamten Physis Größe, Körperbau oder Haltung aber auch dem Temperament und der Ausdrucksweise, nachhaltig die Außenwirkung mit.

Jeder Mensch kann weiterhin einem "Farbtyp" zugeordnet werden. Findet man im Süden vornehmlich dunklere und im Teint kräftigere Menschen vor, so sind es im Norden eher die helleren, transparenteren Haut- und Haartypen. Eva Ruppert: "Man unterteilt in unserem Metier die Menschen in vier sogenannte Farbtypen.
Will heißen, dass die einen den 'kälteren' Farbgruppen wie Sommer oder Wintertypen mit z.B. rosig bläulichem Grundwert in der Haut und Aschton in den Haaren zugerechnet werden und die anderen zu den 'warmen' Tönen des Frühlings und Herbstspektrums, mit gold beigem Teint und goldenem Schimmer in den Haaren tendieren."
Der Hauttypus wird dabei durch individuelle, genetisch festgelegte Merkmale bestimmt, wie die Pigmentierung, die Dicke der Haut oder auch die Konzentrierung gewisser Farbstoffe in der Haut.
Eva Ruppert: "Diese Merkmale sind von ihrem Wesen her unveränderbar und nur meist bei Damen durch Kosmetikprodukte und Haarfarbe geringfügig äußerlich variierbar. So ist es sinnvoll, seinen eigenen Typ zu erkennen und herauszuarbeiten, um ein weitgehend harmonisches Gesamtbild zu erreichen". Sie deutet damit sehr höflich an, dass aus manchem Herren kleidungsmäßig noch 'einiges' herauszuarbeiten ist - wenn er erst einmal für das Thema gewonnen wurde.
Ein Tipp zum Schluß: wenn man unterwegs ist, hilft es, die Garderobe, nach dem Duschen kurz in die Kabine zu hängen, denn die erhöhte Luftfeuchte unterstützt diese Regeneration der Fasern.
(VAF, Perspektiven 4/2002, S. 12)
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